Garten Hochbeet

Ein Hochbeet hat schon viele Vorteile. Abgesehen von den körperlichen, denn Sie müssen sich nicht mehr bücken, um Unkraut oder Schädlinge zu entfernen. Alles geht direkt im Stehen, und auch behinderte Menschen können mit einem Hochbeet wieder mit Freude an der Gartenarbeit teilnehmen. Aber beim Aufbau eines Hochbeetes müssen Sie schon einiges  beachten, damit es auf viele Jahre nur Freude macht: Es ist erst einmal vom Material abhängig, wieviel Pflege sie in Zukunft in Ihr Hochbeet stecken müssen. Holz ist immer noch am gebräuchligsten, aber auch sehr pflegeintensiv. Kunststoff ist da schon einfacher: Es ist sehr schnell aufgebaut, kann in doppelwandiger Ausführung viel zum Wärmehaushalt beitragen und ist inzwischen mein Favorit geworden bei den Hochbeeten.

Hochbeete aus Metall haben auch ihre Berechtigung, sind aber nicht in jedem Garten passend. Ebenso wie die Hochbeete aus Gabionen, die aber im Einzelfall besonders attraktiv sein können.

Das Hochbeet im Garten

Weiterhin gibt es einige Spielregeln, die Sie beim Aufbau eines neuen Hochbeetes beachten sollten:

1.Der Zeitpunkt, wann Sie das Hochbeet aufbauen
2.Der Standort des Hochbeetes sehr wichtig, weil der später kaum noch verändert werden kann
3.Die Größe. Viele Menschen planen ihr Hochbeet in ungeeigneten Maßen, da ist dann eine ständige Pflege schwer oder sogar unmöglich

Diese Webseite führt Sie ein in den Aufbau und die Unterhaltung eines Hochbeetes, denn der Autor hat über 30 Jahre Erfahrungen gesammelt. Die können Sie hier kostenlos nachlesen, um nicht die selben Fehler zu machen.

Der Zeitpunkt, ein Gartenhochbeet aufzubauen

Gartenhochbeet im Frühling

Der Frühling ist die beste Zeit, ein Hochbeet im Garten aufzubauen. Aber auch zu anderen Jahreszeiten ist es möglich.

Ein Hochbeet kann man theoretisch zu jeder Jahreszeit aufbauen, sogar im Winter bei schnee- und frostfreiem Wetter ist es möglich. Allerdings ist es im Frühjahr besonders geeignet, weil man dann die kleinen vorgezogenen Pflanzen gleich in das Hochbeet einsetzen kann. Außerdem ist ein Hochbeet mit Abdeckungen auch gleichzeitig als Frühbeet zu nutzen, da sparen Sie sich das Aufstellen von separaten Frühbeeten.

Sogar eine Nutzung als Gewächshaus ist möglich: Durch die doppelte Wandung einiger Hochbeete bleibt eine gute Wärmedämmung, und die Abdeckung verhindert, daß der kalte Wind an Ihre ausgesäten Pflanzen kommt.

Auch für die Befüllung ist genügend Material vorhanden: Wenn Sie im Winter Ihren Obstbäumen einen kleinen Korrekturschnitt verpaßt haben, gibt es genügend kleinene Äste, die zur Auflockerung in das Hochbeet eingebracht werden können. Ebenfalls die wichtige Komposterde: Der Komposthaufen wurde ja den Winter über nicht bewegt, er kann schon Ende Februar umgesetzt werden, und es steht frischer Kompost zur Verfügung, den Sie gleich in Ihrem neu aufgebautem oder wieder neu befülltem Hochbeet einbringen können.

Im Sommer kann man natürlich auch ein Hochbeet aufbauen, aber da gibt es kaum noch etwas neu zu pflanzen. Dann würde es bis zum Herbst leer stehen, oder wird genutzt, um größere Stauden zu teilen und den Jungpflanzen erst einmal eine vorübergehende Unterbringung zu bieten.

Der Herbst ist wiederumg ideal. Denn hier ist gerade das zum Befüllen notwendige Material vorhanden. Man denke nur an das ganze Material, das vom Schneiden der Obstbäume anfällt, wenn Sie mit der Befüllung bis Ende November warten. Oder auch die letzte Rasenmaht kann vortrefflich im Hochbeet entsorgt werden.

Ein weiterer Vorteil ist: Sie können das Hochbeet bis an die oberste Grenze befüllen, durch die Verrottung im Innern wird es bis zur Aussaat oder dem Auspflanzen im Frühjahr etwas nachgeben und schrumpfen. Dann passen noch einige Zentimeter Komposterde darauf, und schon haben Sie die perfekte Voraussetzung, um mit Ihrem Hochbeet im Garten beste Erfolge zu erzielen.

Der Standort des Gartenhochbeetes ist sehr wichtig

…wenn Sie Erfolg haben wollen. Das kommt nicht immer nur auf die Himmelsrichtung an, sondern auch, ob und wieviel Abschattung für das Hochbeet im Garten zur Verfügung steht. Denn immer nur in praller Sonne ist für das Hochbeet genau so schädlich wie dauernd im Schatten ohne Sonne.

Obwohl es natürlich Ausnahmen geben kann, das richtet sich dann danach, welche Pflanzen im Hochbeet gedeien sollen. Gurken sind bei mir zum Beispiel am besten gewachsen, wenn sie nicht oft der Sonne ausgesetzt waren. Auch Erdbeeren haben es schattig lieber, aber Kräuter wiederum lieben die Sonne. So sollten Sie sich also schon vorher erkundigen, unter welche Bedingungen die Pflanzen am besten gedeien, die Sie hauptsächlich in Ihrem Gartenhochbeet kultivieren möchten.

Auch an die Größe des Gartenhochbeetes sollten Sie denken

Akazienholz für ein Hochbeet

kleines Hochbeet aus Akazienholz. Das ist für den Anbau von Gemüse oder Kräuter viel zu niedrig!

Denn was nutzt es, wenn Sie aus Kostengründen ein zu niedriges Hochbeet gekauft haben und sich deshalb trotzdem bücken müssen? Auch zu klein sollte es nicht sein, wenn es sich nicht nur um eine kleines Blumenhochbeet handelt.

Wichtig ist neben der Höhe aber auch die Breite. So darf das Hochbeet im Garten nicht breiter als etwa einen Meter sein, besser noch sind 80 cm. Sie müssen ja bequem an jede Stelle des Hochbeetes herankommen, und das möglichst ohne sich zu recken und zu strecken. Denn das wiederum macht die Gartenarbeit nur unnötig schwerer.

Genau so wichtig ist die Höhe. Bei meinen selbst gebauten Holzhochbeeten hatte ich ja die Wahl, wie hoch ich es baue. Bei käuflichen Garten – Hochbeeten geht das meistens nicht mehr auf den Zentimeter genau, da werden Sie einen Kompromiß eingehen müssen. Aber gut, wenn die Höhe letzten Endes doch nicht genau paßt (ich rede hier von wenigen Zentimetern), dann kann man das ja durch Veränderung des Weges an dem Hochbeet ausgleichen. Ist das Hochbeet zu niedrig, tragen Sie eben rings herum etwas Erdboden ab. Ist es zu hoch, füllen Sie auf. So können Sie die richtige optimale Höhe für Ihr Gartenhochbeet immer noch herstellen.

Fazit: Ein Garten Hochbeet ist eine schöne Sache

…wenn einige Dinge schon beim Aufbau beachtet werden. Aber Sie haben ja gesehen: So schwer ist das nicht, wenn man einige Dinge dabei beachtet. Wenn der Zeitpunkt entsprechend den Möglichkeiten optimal gewählt wurde, der Standort dem Bedürfnis der Pflanzen angepaßt wurde und auch die Höhe des Hochbeetes stimmt, werden Sie damit nur Freude haben. Leichtere Arbeit, weniger Unkraut und Schädlinge sowie optimale Möglichkeiten bei der Versorgung mit Nährstoffen, da können Sie sich auf eine reichliche Ernte freuen.

Durch die Nährstoffgabe aus dem Innern des Gartenhochbeetes können Sie übrigens auch auf zusätzlichen Kunstdünger verzichten. Bei sachgerechtem Aufbau der inneren Schichten in einem Hochbeet im Garten hält diese Nährstoffgabe über einige Jahre an, und erst wenn der Inhalt soweit abgesackt und ausgelaugt ist, daß eine zusätzliche Gabe von Komposterde nicht mehr ausreicht. müssen Sie das Hochbeet wieder neu aufbauen.

Das wird aber meistens erst in 5-6 Jahren der Fall sein.