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Hochbeet bauen

aus Holz gebautes Hochbeet

Ich liebe Hochbeete, eigentlich schon immer, aber seitdem es in die Jahre geht immer mehr. Ich habe schon viele Hochbeete gebaut, teilweise mit mäßigem Erfolg (früher), neuerdings mit modernen Hochbeeten aus Kunststoff.

Hochbeet selbst bauen – wie habe ich das gemacht?

Ich habe schon einmal erklärt, warum ich heute nicht mehr Hochbeete aus Holz baue, sondern auf handelsübliche Kunststoff – Hochbeete zurückgreife. Der Grund hat nichts mit den Kosten zu tun, jedenfalls nicht an erster Stelle. Ein richtig stabiles Hochbeet aus Holz aufzubauen ist viel teurer geworden als die Plastebeete, die anscheinend immer billiger werden. Und dabei insgesamt auch besser sind.

Hochbeete aus Holz lohnen sich finanziell nur noch, wenn man an billiges Holz herankommt, alte Schalbretter verwenden kann zum Beispiel. Das ist aber nur finanziell ein kleiner Vorteil: Die Funktion ist bei modernen doppelwandigen Kunststoffhochbeeten einfach besser.

Aber gut, Sie wollen nichts wissen von „billigem“ Plaste, sondern sich lieber ein massives Hochbeet aus Holz in den Garten stellen. Und Sie durchforsten jetzt das Internet nach Tipps und Tricks, damit Sie gar nichts falsch machen oder eventuell eine Kleinigkeit übersehen, die sich später schlecht nachbessern läßt..

Da werden Sie viele Anleitungen finden, denn jeder Gärtner hat seine eigene Methode, ein für ihn funktionierendes Hochbeet zu bauen. Da ich auch ein Gärtner bin, möchte ich hier natürlich auch meinen Senf mit dazugeben.

Hochbeet bauen – bei Null angefangen

Also: Sie haben eine kleine Ecke in Ihrem Garten, dort möchten Sie ein Hochbeet aufstellen. Gut so, nur zu! Sie werden viel Freude haben, wenn Sie nicht all zu viel verkehrt machen. Ich habe früher einiges falsch gemacht und mich geärgert, aber Internet gab es ja noch nicht, und Bücher lesen konnte wollte ich nicht. Deshalb habe ich gemacht, und manchmal auch verloren. Aber über dreißig Jahre Gärtnern hat mich Erfahrungen machen lassen, so daß ich viele Fehler heute natürlich nicht mehr mache.

Fangen wir also an: Was sollte mman beachten, wenn man ein Hochbeet aus Holz aufbauen möchte? Meine Tipps:

  1. Der Standort spielt eine wichtige Rolle
  2. Der Zeitpunkt im Jahr, wann man den Hochbeetaufbau beginnen sollte
  3. Das Material ist natürlich sehr wichtig. Hier sparen heißt Mißerfolg ernten!
  4. Die Größe ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt
  5. Der Schutz des Holzes hilft, daß das Hochbeet sehr lange halten kann
  6. Der große Nachteil des Hochbeetes aus Holz wird Sie vielleicht zum Nachdenken bringen

Diese 6 Punkte sind beim Selbstbau eines Hochbeetes zu beachten, denn wenn Sie hier gravierende Fehler machen, läßt sich das meistens nicht mehr so einfach korrigieren.

1.Hochbeet bauen – der Standpunkt

Wichtig ist erst einmal der richtige Standpunkt. Ich meine jetzt nicht den, von dem aus Sie Ihr Hochbeet besichtigen, sondern den Platz, wo es denn am besten steht. Wenn es erst einmal aufgebaut ist, kann man es ja schlecht woanders im Garten plazieren.

Worauf kommt es also an? Klar, Licht und Schatten sind am wichtigsten. Das Hochbeet braucht Sonne und Wärme, muß aber auch ständig leicht feucht gehalten werden. Das geht natürlich nicht in der prallen Sonne. Also am besten einen Standort wählen, wo die aufgehende Sonne die kleinen wachsenden Pflänzchen wecken kann, aber ab der Mittagszeit sollte dann ein Baum einen guten Schatten spenden. Denn zu viel Wärme ist natürlich gerade für Jungpflanzen nicht so gut. Dabei ist die Wärme vielleicht noch nicht einmal am schlimmsten, auch die UV – Strahlung der Sonne, bei unserem dünnen Ozonloch, kann eine Belastung für das Hochbeet darstellen.

Schön ist auch, wenn Sie in der Nähe Ihrer Hochbeete eine Wasserquelle haben. Entweder die Gartenwasserleitung, besser wäre aber eine Regenwassertonne. Dieses Wasser ist natürlicher, ohne Chlor und diese ganzen Chemikalien und außerden noch kostenlos. Glauben Sie mir, wenn Sie fünf Hochbeete weit weg von jeder Wasserquelle haben, wird das abendliche Wässern mit der Gießkanne keinen Spaß machen.

Von eine Abschattung durch Bäume sprach ich bereits, Bäume sind der natürlichste Schattenspender und rund um die Uhr vorhanden. Aber nicht alle Bäume sind geeignet: Nadelbäume werden Sie viel ärgern, denn die Nadeln aus dem Hochbeet zu angeln kann sehr zeitintensiv sein. Auch Bäume, die erfahrungsgemäß viel Fallobst abwerfen, sind bei einem ganzjährig genutztem Hochbeet nicht unbedingt die erste Wahl.

Manchmal hilft aber auch schon eine Hecke, die nicht unbedingt ganz dicht am Hochbeet stehen muß, aber trotzdem durch ihre Höhe die Mittagssonne etwas mildert.

2.Wann Hochbeet bauen

Ein anderer Punkt, den ich aber nocht ganz so wichtig finde, ist der Zeitpunkt, wann man am besten ein Hochbeet aufbaut. Morgens, Mittags, oder doch besser in der Nacht? Nein, so war das natürlich nicht gemeint. Es geht um die Jahreszeit: Außer im Winter kann man eigentlich immer ein Hochbeet aufbauen. Nur wird man es nicht immer sofort nutzen können.

Ich habe schon einmal meine Methode erklärt, wann ich ein  Hochbeet aufbaue (siehe Hochbeet wann aufbauen ). Gut, wenn man logisch darüber nachdenkt, ist der Aufbau eines Hochebetes natürlich im Herbst besser. Alle Materialien zum Befüllen sind vorhanden, meistens hat man auch mehr Zeit, aber oft weniger Lust, wenn das Gartenjahr sich zum Ende neigt. Diese Entscheidung muß jeder für sich selbst treffen. Man kann auch theoretisch das Hochbeet schon mitten im Sommer aufstellen und bis zum Herbst stückweise befüllen. Habe ich noch nicht gemacht, vielleicht hat ja jemand damit Erffahrungen gesammelt. Dann kann er sich im Kommentarfeld richtig auslassen.

3.Hochbeet aus Holz bauen – das Material

aus Holz gebautes Hochbeet
Hochbeet aus Holz – stabil, aber nicht wirklich schön

Wieder ein theoretischer Punkt, aber keine Angst, es wird bald der praktische Aufbau eines Hochbeetes aus Holz erklärt, wie ich ihn viele Jahre gemacht habe.

Also das Material. Ist natürlich Holz, so weit, so klar. Aber was für Holz? In unseren Breiten bietet sich gewöhnliches Fichtenholz an, das ist preisgünstig, und wächst immer wieder nach. Nun müssen Sie für die Seitenwände keine gehobelten Bretter zum sündhaft teurer Preis verbauen, hier reichen einfache Schalbretter auch. Ebenso für die Balken: Wenn die stark genug sind (mindestens 70×70 cm), spielt es auch nicht einmal eine große Rolle, daß sie nicht in allen Ebenen gerade sind.

Das Hauptaugenmerk sollten Sie auf die Stärke des Holzes legen: Für die Balken, an denen die Bretter befestigt werden, habe ich schon mal 70×70 cm in die Runde geworden. Aber auch die Bretter dürfen nicht zu dünn sein: Das war einer meiner Anfängerfehler. Ich habe aus Kostengründen nur dünne Bretter genommen, so 12-15 mm stark. Die haben:

1.nicht lange gehalten. Trotz Anstrich sind sie sehr schnell verrottet und von Käfern aller Art zersetzt worden

2.die Last nicht ausgehalten. Da ich die Hochbeete zwei Meter lang gebaut habe, und nur an den Enden Pfosten gesetzt habe, gingen die langen Wände sehr schnell nach außen und sind schließlich an den angeschraubten Balken ausgebrochen. Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine! Fotos von meinen Peinlichkeiten damals habe ich vorsorglich geschreddert!

Also: Das Holz sollte so dick wie möglich sein, 70×70 bei Balken sind ein Minimum, und die Bretter würde ich nicht mehr dünner als 22 mm wählen. Mehr ist natürlich besser (aber meistens auch teurer).

4.Hochbeet bauen – wie groß?

Die Größe des Hochbeetes können Sie ja ganz leicht selbst bestimmen, denn Sie verwenden ja keinen fertigen Bausatz. Aber alles ist auch nicht machbar, was Sie sich vielleicht ausdenken. Und meistens auch nicht optimal geeignet. Was meine ich damit?

Ein Hochbeet baut man nicht 40 Meter im Quadrat. Da kommt man ja nirgends mehr heran!

Eine Länge von zwei Metern sollte nicht überschritten werden, ansonsten sieht das Hochbeet aus wie eine Gewerbeanlage in einer Gärtnerei. Klar, wenn Sie viel anbauen, können Sie sich auch 6 Meter Batterien in den Garten stellen. Das sieht dann zwar nicht mehr schön aus, aber einen praktischen Nutzen kann es schon haben.

Bei mir ist jedenfalls bei zwei Metern Schluß gewesen, und breiter als 80 cm habe ich sie auch nicht gemacht. Da kommt man noch gut überall heran. Ich habe schon quadratische Hochbeete gesehen, die waren 2×2 Meter. Wie man dann in der Mitte herankommen will, war mir schleierhaft.

Wichtig ist natürlich auch die richtige Höhe. Meine Beete sind ca. einen Meter hoch, ich bin allerdings auch ziemlich groß. Wenn Sie etwas kleiner sind, sollten Sie auch das Hochbeet kleiner machen. Über die Gürtellinie sollte es nicht gehen. Sonst brauchen Sie zum Erdbeeren pflücken tatsächlich eine Leiter!

5.Hochbeet bauen – Holzschutz

Noch einmal graue Theorie. Das ist aber wichtig, weil ich mich nicht später immer wiederholen muß. Denn die Hölzer werden ja auf die gleiche Weise geschützt: Eckhölzer und Seitenbretter.

Früher wurde alles mit einer schwarzen Teerfarbe eingestrichen: Hat funktioniert, bei mir 20 Jahre lang gehalten, ist aber heute aus Umweltschutzgründen nicht mehr üblich . Statt dessen gibt es andere Methoden:

  1. Die Eckpfähle ankokeln
  2. die Seitenbretter tränken

Alles Methoden, mit denen ich bei meinen Hochbeeten auch gearbeitet habe. Mit mehr oder weniger vErfolg. Die letzten aus Holz gebauten Hochbeete habe ich nur noch mit einer Holzlasur behandelt (aber einer guten, da habe ich mich im Fachhandel beraten lassen). Dann wurden nach dem Zusammenbauen die Innenwände mit schwarzer Folie ausgekleidet (angetackert), und das war es auch schon. Diese Hochbeete stehen immer noch, aber zufrieden bin ich nicht wirklich: Ich finde, daß sie ganz schön schwitzen. Das Wasser sollte vielleicht doch auch nach den Seiten entweichen können, vielleicht wäre gelochte Folie besser gewesen.

Aber das ist für mich Schnee von gestern, weil ich keine Hochbeete aus Holz mehr baue. Die neuesten Kunststoffhochbeete haben mich überzeugt, die schwere Arbeit mit dem Holz überlasse ich  nun jüngeren Gärtnern. Obwohl die auch mal ein Hochbeet aus Kunststoff ausstellen sollten! Die Vorteile sind wirklich enorm!

6.Hochbeet aus Holz – die Nachteile

Eigentlich habe ich schon alles beschrieben, was mich getrieben hat, Hochbeete nicht mehr aus Holz aufzubauen:

  • es ist inzwischen deutlich teurer als Kunststoffbeete
  • der Aufbau ist schwieriger
  • die Unterhaltung ist auch aufwändiger, einmal aufbauen und 7 Jahre lang benutzen ohne Holzschutz funktioniert nicht
  • Hochbeete aus Holz können nur schwer wieder neu aufgebaut werden, wenn sie ausgelaugt sind
  • ach…und wirklich schön sehen sie auch nicht aus

So, nun habe ich den angehenden Gärtner ziemlich verwirrt. Ist ein Hochbeet aus Holz nun gut oder nicht? Darauf ein klares „Jein“.

Ein Holzbeet mit dicken Balken und sehr dicken Brettern wird wahrscheinlich viele Jahre halten, ist aber schwer wieder neu aufzubauen. Wenn man preisgünstig an dieses Holz herankommt, kann es eine alternative sein.

Hochbeete aus Kunststoff sind viel schneller und leichter aufzustellen, sehen besser aus und wirken auch besser. Wenn man dann hochwertige Produkte nimmt mit Doppelwandung zum Beispiel. Sie lassen sich zerlegen und wieder neu aufbauen, und das geht sogar kinderleicht. Holzwürmer und ähnliches machen einen großen Bogen herum.

Allerdings sind sie letzendlich doch nicht ganz so stabil, bleichen im Laufe der Jahre aus und können spröde werden. Ich habe meine ersten Hochbeete aus Kunststoff cirka 8 Jahre, dabei das zweite mal neu befüllt und aufgestellt. Ich denke, ein drittes mal werden sie es noch mitmachen, dann wird wohl Schluß sein.

Aber Hey – 15 Jahre, die dieses Hochbeet hält? Viel länger machen es einfache Hochbeete aus Holz auch nicht.

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Hochbeet anlegen

So ein klein kann ein kleines Hochbeet sein

Ein Hochbeet ist schon eine sehr gute Arbeitserleichterung im Garten, denn außer daß man sich nicht mehr so sehr bücken muß, hat es auch noch andere Vorteile:

  • es ist viel besser von Unkräutern sauber zu halten
  • Ungeziefer, besonders Schnecken, kann man von einem Besuch im Hochbeet besser abraten
  • der Boden hält Wärme länger als ein Freilandbeet, damit kann das Hochbeet mit den entsprechenden Abdeckungen auch als Frühbeet benutzt werden

Das Hochbeet neu anlegen

Das Blumen - Hochbeet
Hochbeet anlegen für Blumen

Beim Anlegen eines Hochbeetes gibt es verschiedene Möglichkeiten, kaum ein Gärtner macht das genau so wie sein Gartennachbar.- Ich baue meine Hochbeete schon einige Jahrzehnte, und habe natürlich dabei meine ganz eigene Methode entwickelt. Schon alleine der Zeitpunkt, wann man ein neues Hochbeet aufbaut, kann ganz andere Begründungen haben. Ich mache es lieber im Frühjahr, weil ich das ganze Hochbeet mit allen drum und dran besser beobachten kann. Im Winter ist ja alles eingeschneit, da gehe ich sehr selten zu meinen Beeten.

Außerdem muß man ja im Herbst schon mit leichten Nachtfrösten rechnen, und da fällt die Arbeit mit den starren Ästen, und auch mit gefrorenem Sand, viel schwerer. Früher habe ich meine Hochbeete ganz einfach aus Holz gebaut: Pfeiler gesetzt, Holzumrandung gebaut, Nagerschutz eingenagelt, die Innenseiten mit Folie ausgekleidet…Das alles macht im Herbst keinen wirklichen Spaß mehr, wenn es kalt ist.

Bei den Kunststoff – Hochbeeten, die ich seit einiger Zeit einsetze, ist das vielleicht etwas einfacher, weil sie auch schneller zusammengebaut sind. Aber ob das dem Plastik bekommt, wenn man bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt mit ihnen herumbastelt?

Ein Tipp an dieser Stelle: Der Aufbau eines Hochbeetes geht im Frühjahr einfach leichter! Obwohl er auch seine Nachteile hat, denn alles, was man in das neue Hochbeet schichtet, ist ja noch frisch und braucht seine Zeit, zu verrotten. Deshalb sollte man auch nicht zu lange warten, Mitte März ist vielleicht der günstigste Zeitpunkt.

„Aber dann noch das Hochbeet als Frühbeet benutzen?“ höre ich Sie fragen. Richtig, das geht im erstem Jahr natürlich nicht. Der Inhalt ist in diesem Fall noch nicht so recht geeignet, gerade wenn Sie viel Kompostmaterial eingearbeitet haben, kann es passieren, das die Nährstoffabgabe an den ganz jungen Pflanzen zu stark wird. Sie werden sehr schnell wachsen und austreiben (welche Freude), aber nach einigen Nächten mit Frosttemperaturen keine Reserven mehr haben und eingehen, oder verkümmern ( nicht so gut).

Hochbeet befüllen

Hiermit ist natürlich der Inhalt eines neuen Hochbeetes gemeint, nicht die Bepflanzung. Dazu äußere ich mich später noch. Jetzt geht es erst einmal darum, welche verschiedenen Schichten ich in meinen Hochbeeten anlege, damit sie die anfangs gute Wärmedämmung und Vitaminabgabe für die Pflanzen auch so lange wie möglich liefern können.

Hochbeet anlegen mit verschiedenen Schichten

Kommen wir nun zur Praxis, zu meiner Praxis. Wenn das Hochbeet erst einmal aufgebaut ist, egal ob auf herkömmlicher Art und Weise aus massiven Holz, oder aus Kunststoff, kommt zuerst ein Schutz von unten dran. Das ist wichtig, damit Wühlmäuse und Ratten sich nicht von unten in das Hochbeet eingraben können und die Wurzeln der Pflanzen angreifen. Das machen sie nämlich gar zu gerne.

Also stelle ich mein Hochbeet auf ein Drahtgeflecht aus verzinktem Stahl, möglichst engmaschig. Das wird außen an das Hochbeet angetackert (wenn es aus Holz ist), oder bei Hochbeeten aus Kunststoff einfach umgeschlagen und mit einer Reihe Steinen befestigt. Tackern geht bei einigen Plastehochbeeten auch, aber ich habe die Erfahrung gemacht, daß das nicht lange hält und die Tackerlöcher immer größer werden. Kunststoff – Hochbeete grabe ich deshalb immer etwas tiefer ein, als die Steine sind, und bedecke diese Steine dann mit Sand. Problem gelöst!

So, nun steht das neue Hochbeet da, ist von unten geschützt und kann befüllt werden. Dabei lege ich mehrere Schichten an, die alle ihre spezifischen Eigenschaften haben. Nach mehrmaligem Probieren mit unterschiedlichen Schichten hat sich bei mir folgender Arbeitsablauf aus erfolgreich herausgestellt:

  1. Die unterste Schicht besteht aus einer ca. 30 cm hohen Schicht aus groben Zweigen, nicht zu fein gehäckselt (ich nehme nur Scherenschnitte vor), einigen dickeren, kurzen Aststücken von Obstbäumen und längeren Zweigen. Diese Schicht sollte sehr luftig sein, keine Angst, sie setzt sich im Laufe des Jahres noch. Das ist auf jeden Fall gut für die Durchlüftung, und natürlich auch dazu gemacht, daß das Wasser von oben nicht stehen bleiben kann, sondern im Boden versichert. Staunässe ist ein häufiges Übel bei Hochbeeten, und das versuche ich damit zu verhindern
  2. Jetzt kommt eine etwa 10 Zentimeter feste Schicht, die das Wasser etwas halten soll. Ich benutze dazu abgestochenen Rasen, meistens den, der vorher auf dem Platz war, wo das neue Hochbeet aufgebaut wird. Aber auch Stücken von einer Rasenkante, die vielleicht zu weit in die Blumenbeete gewachsen ist, ist bestens geeignet. Natürlich werden diese Brocken so eingeworfen, daß die Wurzeln nach oben zeigen. So können sie schön verrotten und denken nicht einmal daran, wieder auszutreiben. Ist mal nichts von diesen Materialien vorhanden, kann an dieser Stelle auch frischer Pferdemist eingebracht werden. Der ist sogar noch nahrhafter, und durch die darüber liegenden Schichten ist er nicht zu aggressiv mit seiner Nährstoffausschüttung. Das habe ich zwar noch nicht oft gemacht, aber es hat bestens funktioniert.
  3. Die nächste Schicht sollte aus feuchten Materialien bestehen, hier eignen sich Blätter, die im Herbst auf einem Haufen gekehrt wurden, oder alles frische Grün aus dem Garten. Vielleicht der erste Rasenschnitt (sehr gut!), Rhabarberblätter, wenn Sie Ihr Hochbeet erst später anlegen, oder aber einige Küchenabfälle. Damit meine ich: Kohlblätter, das grüne von gekauften Möhren (eigene habe ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht), Apfelschalen…eben alles, was weich ist und schnell verrottet. Diese Schicht muß nicht sehr hoch sein, ca. 5 Zentimeter reichen aus, aber durch die schelle Verrottung ist gerade im ersten Jahr der Nährstoffbedarf des Hochbeetes gesichert.
  4. So, nun sind wir schon fast am Ende angekommen beim Anlegen unseres Hochbeetes. Jetzt fehlen nur noch zwei Schichten, und die kommen nun drauf: eine Schicht grober Kompost, bestenfalls von unserem eigenem Komposthaufen. Da ist der Freilandhaufen am besten, denn der letzte angelegte vom Vorjahr ist noch nicht ganz durch, und hat in unserem Hochbeet beste Möglichkeiten, zu reifen. Das ist noch einmal eine dickere Schicht, die wird einfach vom noch nicht ganz fertigem Komposthaufen entnommen und ca. 20 cm dick eingebracht. Wenn Sie keinen Komposthaufen haben, der gerade vor der Reife steht: Da fällt mir leider auch keine Alternative ein! Höchstens, daß sie diese Schicht mit der folgenden kombinieren.
  5. Die oberste Schicht ist nämlich eine Lage feinster Komposterde, schon fein gesiebt, und durchwachsen. Fertiger Kompost, aber noch nicht ausgelaugt. Hier sollten wirklich alle guten Nährstoffe vorhanden sein.  Alternativ dazu können Sie auch fertige Erde aus dem Bau – oder Gartenmarkt verwenden. Nur darauf achten, daß sie auch wirklich frisch ist! Dann haben die jungen Pflanzen die besten Bedingungen, die sie finden können, und Sie werden am Wachstum und an den Erträgen ihre helle Freude haben!
Hochbeet selbst bauen
ein sehr kleines Hochbeet aufgebaut
Mini Hochbeet

Ich habe in früheren Zeiten meine Hochbeete immer selbst gebaut, immer aus Holz. Warum ich heute davon abgegangen bin, ist vielleicht eine Erläuterung wert.

Der Bau von Hochbeeten aus Holz ist doch ganz schön aufwändig, und die Materialien sind auch immer teurer geworden. Gutes Holz kostet Geld, dann muß das Holz chemisch gegen Verwitterung geschützt werden, Folien kosten Geld, aber der Hauptgrund, warum meine neuen Hochbeet aus Kunststoff bestehen, ist der:

Ein Hochbeet verliert in einigen Jahren an Kraft, nach 5 – 6 Jahren ist es ausgelaugt, und der Inhalt besteht nur noch aus wertlosem Sand.  Klar, kann man immer wieder die oberste Schicht mit Komposterde auffüllen, aber die Wärme, gerade im Frühjahr, ist nicht mehr gegeben.

Deshalb muß so ein Hochbeet nach einiger Zeit zerlegt und wieder neu aufgebaut werden. Und das ist nun mal mit guten Hochbeeten aus Kunststoff viel einfacher zu machen als mit massiven Hochbeeten aus Holz.

Ganz zu schweigen von einem Hochbeet aus Steinen. Das hatte ich auch einmal gehabt, war auch gut, aber als der Inhalt dann hin war, und ich die Möglichkeit hatte, alles von oben auszugraben, oder aber abzureißen…habe ich mich für letzteres entschieden. Man will sich ja im Garten nicht mehr Arbeit machen, als nötig ist, und gerade wenn man älter wird, muß man seine Kräfte richtig einteilen.

Deshalb kommen für mich jetzt nur noch Hochbeete aus Kunststoff in Betracht, es gibt ja inzwischen richtig schöne, die man im Garten auch zeigen kann. Sie sind pflegeleichter, lassen sich vor allem auch schnell wieder demontieren und neu aufbauen. Hochbeete aus Holz, ich meine keine Zierhochbeete, sondern richtig wirtschaftliche für die Erzeugung von eigenen Gemüse und Kräuter, haben bei mir ausgedient. Sie sind einfach zu aufwändig, und wenn ich mir mein schönes Kunststoff – Hochbeet hinstellen kann, das genauso gut oder sogar noch besser funktioniert, dann mache ich das. Der Preis jedenfalls ist nicht mehr erste Wahl bei der Auswahl, wenn ich ein Hochbeet kaufen möchte. Auf die Funktion kommt es mir an.

Und noch einmal zum Preis: Ich habe das Hochbeet von Jewel gekauft: Tolle Optik, gute Wärmespeicherung dank Doppelwandigkeit, leicht auf und abzubauen – zu einem Preis, da wäre ein massives Hochbeet aus Holz nicht zu machen.

Abgesehen von der Möglichkeit, es wieder neu aufzubauen.

Hochbeet anlegen – Fertig!

Wenn ich alle diese Schritte durchgegangen bin, ist wieder ein neues Hochbeet fertig. Das ist heute ein Hochbeet aus Kunststoff, ich stehe im Moment auf die doppelwandigen Hochbeete von Juwel, weil es die wenigste Arbeit macht. Der Preis ist ok., die Qualität auch (na ja, einige Kleinigkeiten könnten noch verbessert werden), und es ist schnell, sehr viel schneller aufgebaut als ein richtig massives Hochbeet aus Holz.

Klar, für ein paar Blumen reicht auch so ein Hochbeet, wie es für Terrassen und  Balkons angeboten wird. Aber damit kann ich als Gärtner nicht wirklich viel anfangen, so hübsch sie auch aussehen. Meine Hochbeete müssen größer sein, stabil und robust. Das habe ich mit den Hochbeeten aus Holz immer geschafft, aber moderne Kunststoff – Hochbeete können das auch! Nur halt nicht alle: Es gibt, wie immer, billige Plagiate zum kleinen Preis, die so labil sind, daß sie sich aufblähen und noch nicht einmal 3 Jahre durchstehen.

Solche Hochbeet sind dann auch den kleinen Preis nicht wert!

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Hochbeet aufbauen: wann?

Ein Hochbeet kann man eigentlich zu jeder Jahreszeit aufbauen. Bei mir ist es aber meistens so, daß ich entweder im zeitigem Frühjahr, oder im späten Herbst beginne, ein Hochbeet neu aufzubauen. Das liegt an verschiedenen Gründen:

Hochbeet aufbauen im Herbst

Im Herbst ist das Hochbeet abgeerntet, es gibt dann nichts mehr, was darin wachsen soll, deshalb kann es bei Bedarf neu aufgebaut werden. Warum ein Hochbeet in gewissen Zeitanständen wieder neu aufgebaut werden muß, habe ich schon hier beschrieben. Aber auch ein nagelneues Hochbeet kann man im Herbst ganz gut anlegen.

Die Gründe sind folgende:

  • es ist oft schon etwas von geschnittenen Bäumen vorhanden, kleine Zweige werden den Boden luftig werden lassen
  • die abgefallenen Blätter können jetzt prima als Unterlage in dem Hochbeet genutzt werden
  • Man kann schon eine Herbstaussaat anlegen und das Hochbeet dann als Frühbeet nutzen. Praktisch, wenn man gleich eine passende Abdeckung zum Hochbeet hat
  • der letzte Komposthaufen wird gerade fertig sein, und auch wenn es kurz davor ist, kann man ein neues Hochbeet damit befüllen. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, denn die Zersetzung geht im Hochbeet weiter und liefert Wärme

Hochbeet aufbauen im Frühjahr

Ich gebe zu, einige Sachen mache ich im Frühjahr lieber. Zum Beispiel das Auspflanzen aller Art: Das gelingt mir sicherer als im Herbst. Ich kann das Anwachsen besser überwachen, und gerade bei der Herbstaussaat oder auch dem Zurückschneiden der Rosen habe ich doch schon einige Verluste erlitten. Im Frühling noch nie!

Vielleicht liegt es auch daran, das nach einem langen Winter die Motivation einfach größer ist, endlich wieder etwas im Garten zu tun. Manchmal habe ich auch Gestaltungsideen, was ich im neuen Jahr verändern möchte, und dann ist es natürlich sinnvoll, den Standpunkt für das Hochbeet gleich mit einzubeziehen.

Ein weiterer Vorteil ist der, daß ich auch genügend Komposterde zum Befüllen vorrätig habe. Der Komposthaufen wurde ja im Winter nicht angerührt und ist jetzt völlig zersetzt, einzig eine frische Schicht Laub steht nicht zur Verfügung.

Die abgeschnittenen Zweige vom Baumschnitt habe ich im Winter in einer Ecke gelagert, die können jetzt prima als Unterlage genutzt werden. Denn die meisten Obstbäume schneide ich in der Winterzeit, aber häckseln tue ich natürlich bei der Kälte nichts. Alles Abgeschnittene wandert auf einen Haufen und muß bis zum Frühling warten.

Früher, ganz früher, als man uns noch nicht mit diversen Gesetzen gegängelt hat, habe ich die Zweige auf einen Haufen geworfen und ein schönes Gartenfeuer gehabt. Das ging sogar, wenn Schnee lag. Heute ist das Verbrennen ja verboten! Jedenfalls bei uns in Berlin auch ganzjährig. Schade eigentlich.

Hochbeet bauen im Sommer – geht das auch?

Mitten im Sommer ein Hochbeet aufbauen macht für mich wenig Sinn. Denn abgesehen davon, daß kaum Material für den Unterbau vorhanden ist, habe ich auch nichts, was ich im Sommer in einem Hochbeet auspflanzen will. Die Gemüsepflanzen sind schon erntereif, Blumen an Ort und Stelle und blühen, und das Kräuterbeet versorgt uns auch schon jeden Tag mit frischen Kräutern.

Warum jetzt also ein Hochbeet bauen?

Gut, wenn der Garten umgestaltet werden soll, und das Hochbeet an anderer Stelle errichtet werden muß, kann man das natürlich tun. Aber so richtig nutzen wird man es erst im nächstem Jahr. Und der Neuaufbau macht auch richtig Arbeit und ist körperlich nicht gerade leicht.

Das ist mir dann im Sommer bei Temperaturen von 30 Grad zu mühsam.