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Hochbeet kaufen – aber welches

Ob Sie nun ein neues Hochbeet kaufen möchten, vielleicht sogar das allererste, oder ein Zusatzbeet, oder ein altes Hochbeet entsorgen müssen und durch ein neues zu ersetzen: Meistens werden Sie vor der Frage stehen: Welches Hochbeet sollte ich mir kaufen? Es gibt ja so viele verschiedene Hochbeete zu kaufen, da fällt die Auswahl richtig schwer.

Na gut, der eingefleischte Gärtner weiß natürlich, welches Hochbeet er sich kaufen will. Denn durch jahrelange Erfahrung, vor allem mit den schon vorhandenen Hochbeeten, schließt er von vornherein die Materialen von Hochbeeten aus, die ihm nicht zusagen oder mit denen er schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Wer aber sein erstes Hochbeet kaufen und aufstellen will, der sucht Rat. Bei Freunden, Nachbarn, im Fachgeschäft oder Baumarkt, oder auch im Internet. Und da kann es sein, daß er hier auf meiner Seite gelandet ist.

Welches Hochbeet kaufen für welchen Einsatzzweck

Ja, und das ist die erste Überlegung, die man natürlich macht: Wozu soll das Hochbeet gut sein, stelle ich es auf die Terrasse oder den Balkon, in den Vorgarten als schönes Schmuckstück, oder in den Gemüse garten, um bessere Ernten zu erreichen? Oder eventuell soll nur eine kleine Kräuterspirale angeschafft werden. Fragen über Fragen, die wir hier einmal nach und nach abarbeiten werden. Denn wer ein falsches Hochbeet gekauft hat, kann später Probleme bekommen: Hochbeete aus Gabionen oder gemauertem Stein können schlecht den Platz wechseln, und ein Hochbeet aus einem Stück, daß sich nicht zerlegen läßt, ist schlecht für den Genüsegarten. Ich habe schon diverse Hochbeete aufgebaut, früher selbst zusammengeschustert mit Holzpfeilern und Bretter, die waren aber nicht schön anzusehen, und das Holz wurde trotz Schutzansrich ständig ein Ziel der kleinen Nager.. Da sind nicht nur die Mäuse und Ratten gemeint, auch kleinere Ungeziefer wie Kellerasseln haben mit bei dem Holz schwer zu schaffen genmacht.

Darum habe ich mich entschlossen, für meine Gemüsebeete (ich baue viel Gemüse für den eigenen Bedarf an, das weiß man, was man hat!) etwas anderes auszuprobieren, und habe mich für ein Hochbeet aus Kunststoff entschieden.

Hochbeet aus Kunststoffr kaufen

Juwel Hochbeet mit Abdeckhauben kaufen
Hochbeet von Juwel Foto: Amazon

Warum gerade aus Kunststoff, werden Sie denken. Nun, Kunststoff macht am wenigsten Arbeit, bei dem von mir gewähltem von Juwel halten die doppelten Seitenwände viel Wärme im Innern, und es kann auch leicht wieder zerlegt und neu aufgebaut werden. Denn das müssen Sie sich bei einem Gemüsebeet vor Augen halten: Gerade im Frühling brauchen die kleinen Pflanzen viel Kraft und Wärme, und auch später sind einige Kohlsorten dafür bekannt, ohne eine ordentliche Unterlage nur spärlich zu wachsen. Das bekommt man bei Freilandbeeten durch dauerndes Düngen in den Griff, aber der Dünger muß schon in den Boden eingearbeitet werden, um zu wirken. Eine schweißtreibende Arbeit, vor allem, wenn man schon älter ist.

Bei Hochbeeten ist es viel einfacher: Klar, das Hochbeet aufzubauen ist auch eine anstrenge Arbeit, aber wenn es erst einmal steht, haben Sie jahrelang Ruhe: einmal im Frühling etwas Komposterde nachfüllen (ohne zu bücken), und andere Probleme mit Unkraut oder Schnecken können vergessen werden. Ein untergelegtes Mäusegitter aus verzinktem Stahl schützt das Hochbeet von unten und kann alle 5-6 Jahre erneuert werden, wenn es sein muß.

Ich habe mehrere Varianten durchgedacht, welches Hochbeet ich mir kaufen sollte. Holz schied von vornherein als Gartenhochbeet aus, denn das hatte ich ja schon und war mit allen Problemen bekannt. Deshalb ein Hochbeet aus Kunststoff für den Gemüsegarten, und ich habe es noch nie bereut.

Steinhochbeet oder Hochbeet aus Gabionen kaufen

Hochbeet mit Steine umrandet kaufen
Hochbeet mit Gabionen gebaut Foto: Amazon

Schön sehen sie ja aus, die Hochbeete aus Gabionen. Einige meiner Nachbarn haben so eines im Vorgarten zu stehen, mit üppig blühenden Blumen das ganze Jahr hindurch. Ja, für diesen Zweck ist das Hochbeet aus Gabionen sehr gut geeignet, denn bei den Blumenpflanzen, die nicht so viele Nährstoffe brauchen, reicht es einmal im Frühjahr die obersten 20 cm mit Blumenerde oder Kompost zun erneuern. In der Tiefe wird dann keine Wärme mehr erzeugt, nach einigen Jahren ist dort nur noch toter Sand. Aber das ist bei dem Gabionenhochbeet egal, es ernährt seine Pflanzen nur durch die oberste Lage, und das ist völlig ausreichend.

Für den Gemüseanbau würde ich es aber nicht verwenden, und das mache ich auch nicht. Denn dort kommt es auf andere Dinge an: Wärmedämmung der Seitenwände (ist bei dicken Gabionen aber auch sehr gut), und vor allem eben, daß das Innere nach ein paar Jahren nicht mehr nutzbar ist. Und das macht gerade im Gemüseanbau so viel aus.

Als Blumenbeet, oder auch als Kräuterspirale, ist so ein Hochbeet aus Gabionen natürlich bestens geeignet. Der Aufbau ist zwar hin und wieder schwierig, und ein großes Gabionen hochbeet ist auch nicht billig: Wenn Sie die Steinfüllung für Ihr Hochbeet aus Habionen kaufen müssen, kann das ganz schön ins Geld gehen.

Ein Hochbeet aus Holz kaufen

Ich sagte ja schon, im Gemüsegarten verzichte ich völlig auf Hochbeete aus Holz. Aber es gibt natürlich Gründe, so ein Holzhochbeet zu kaufen: meistens soll es ein kleines, schönes sein für den Balkon oder die Terrasse. Dort werden dann Blumen gepflanzt, oder für Leute ohne Garten: Man kann auch einiges Essbares auf dem Balkon anpflanzen wie Tomaten, Gurken und Petersilie, Sellerie, Schnittlauch…

Habau Hochbeet mit Abdeckhauben kaufen
Kleines Hochbeet für Balkon oder Terrasse Foto:Amazon

Das ist dann aber alles viel, viel kleiner als im richtigem Gemüsegarten. Auch sehr tief muß so ein kleines Hochbeet aus Holz nicht sein: Bei dem geringem Volumen an Erde im Innbern wirds es ja nach der Ernte wieder neu aufgebaut, das heißt: Neuer, frischer Kompost oder Blumenerde sollte auf jeden Fall eingebracht werden, wenn noch mal so eine reiche Ernte wie das erste Mal erzielt werden soll. Auf altem, ausgelaugtem Sand würde die nächste Saat wohl verkümmern.

Ich kenne einige Bekannte, die haben auf dem Balkon Tomaten in einem kleinen Hochbeet aus Holz gezogen, die waren sogar noch größer als meine im Gartenhochbeet. Aber diese Leute haben sich auch penibel um ihre Pflanzen gekümmert, immer die Erde locker gehalten, abgeschattet, wenn es sein mußte, und auch ausreichend feucht gehalten. Das hat mir gezeigt, daß es geht mit der Ernte auf dem Balkon.

Wenn Sie nun begeistert sind und sich auch ein kleines Hochbeet aus Holz kaufen wollen, um es auf den Balkon oder die Terrasse zu stellen, dann haben Sie eine richtig große Auswahl. Alles, was einigermaßen stabil ist und aus dickem Holz besteht, kann man zuraten. Nur die ganz billigen Hochbeete sollten Sie nicht kaufen, denn wenn das Holz nicht stärker ist wie eine Obstkiste, dann wird es auch nicht lange halten. Ein stabiles Hochbeet von einem Markenhersteller dagegen hält bei etwas Vorsicht (Regen,Hitze,UV-Strahlung) viele Jahre und beschert Ihnen auch auf dem Balkon eine reichliche Ernte.

Metallhochbeet kaufen

Hochbeet bestehend aus Metall kaufen
grosses Metallhochbeet Foto:amazon

Zu den Metallhochbeeten habe ich auch meine eigene Meinung: Ich mag sie nicht! Erst einmal sehen die meisten nicht wirklich schön aus in einem Gemüsegarten, und dann lassen sie sich auch nicht so einfach zerlegen und neu aufbauen. Doppelwandige habe ich noch nicht gesehen, also fällt auch die Wärmespeicherung in kalten Frühlingsnächten aus, und im Vorgarten: Gut, einige habe ich schon in Vorgärten von Betrieben und gewerblichen Grundstücken gesehen. Da mögen sie vielleicht ihre Berechtigung haben, denn von allen Hochbeeten sind es die absolut pflegeleichtesten. Einmal aufstellen, und sich nie wieder darum kümmern. Meistens werde ja auch Blumen gepflanzt, da ist es dann wie bei den Hochbeeten aus Gabionen: einmal frische Komposterde eingebracht, und schon hat man das ganze Jahr Ruhe.

Eine Ausnahme sind vielleicht diese ganz kleinen Hochbeete aus Metall: Wie Holzbeete der entsprechenden Größe kann man sie auch auf der Terrasse oder dem Balkon benutzen. Die Vorteile sind natürlich auch hier, daß man sich nicht weiter um das eigentliche Hochbeet kümmern muß. Wenn Sie so ein Hochbeet aus Metall kaufen, empfehle ich aber ganz klar Edelstahl als Material. Einfaches Eisen muß meistens  jedes Jahr gegen Rost geschützt werden und wird, wenn es Wind und Wetter ausgesetzt ist, trotzdem nicht so lange halten wie aus Edelstahl.

Fazit: Ein Hochbeet kaufen erfordert vorher Überlegungen

Sie haben nun meine Meinung gehört, was das Material betrifft, wenn Sie ein Hochbeet kaufen möchten. Ich persönlich baue viel Gemüse im Garten an, deshalb bevorzuge ich dabei die Hochbeete aus Kunststoff. Allerdings habe ich meiner Frau zuliebe auch ein kleines Hochbeet aus Holz auf der Terrasse zu stehen, für ihre Blumenrabatte. Hochbeete aus Gabionen sind mir nur als Hingucker zu teuer, und Hochbeete aus Metall mag ich nicht.

Aber anhand meiner Überlegungen werden Sie nun wissen, was für ein Hochbeet Sie kaufen wollen. Jedenfalls das Material sollte klar sein. Unter den Größen, Formen und Designs gibt es auch noch mal einige Unterschiede,. aber da ist meistens der persönliche Geschmack entscheident. Auf denn – kaufen Sie ein schönes Hochbeet Ihrer Wahl, ich wünsche Ihnen viel Erfolg und eine reiche Ernte. Oder eine überwältigende Blumenrabatte.

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Metallhochbeet – Vorteile und Nachteile

Hochbeete werden aus vielen verschiedenen Materialien aufgebaut. Gut, meistens denkt man zuerst an ein Hochbeet aus Holz, und das ist auch klar: diese Art des Hochbeetbaus ist am verbreitesten. Eben, weil man beim Aufbau fast alles selbst machen kann.

Ein Hochbeet aus Metall

RS Trade Rimini L Hochbeet L 160 cm x B 80 cm x H 80 cm Gemüsebeet Gartenbeet Kräuterbeet Anzuchtbeet Frühbeet Stahl-Wellblech Zink-Alu Metall witterungsbeständig
Ein Hochbeet aus Metall kann lange halten. Aber ist es auch wirklich schön?
Bildquelle: amazon *

Neuerdings werden aber Hochbeete auch aus Metall angeboten. Ein Eisenhochbeet? Das rostete doch sofort weg!

Das sind sicherlich Ihre ersten Gedanken, und meine waren es auch. Dann habe ich mir einmal verschiedene Hochbeete aus Metall angesehen, und wirklich begeistert war ich im ersten Moment nicht.

Viele billige Angebote bestanden aus verzinktem Stahlblech, das zum Teil noch so schlecht beschichtet war, daß an den Falzen das blanke Blech zu sehen war. So ein Hochbeet ist auch einen niedrigen Angebotspreis nicht wert! Es gab allerdings auch Ausnahmen, da war am Material nichts zu beanstanden:

Hochbeete aus Edelstahl

Ja, auch so etwas habe ich mir angesehen. Einfach nur aus Interesse, denn in meinem Garten gab es jahrelang nur Hochbeete aus Holz, und neuerdings auch aus Kunststoff. Die haben so viele Vorzüge….Na ja, habe ich schon bei der Seite über Hochbeete aus Kunststoff beschrieben.



Hochbeete aus Edelstahl werden mit Sicherheit nicht rosten, das ist klar. Wenn denn auch wirklich alle Teile aus Edelstahl hergestellt wurden, inklusive ein Gitter, daß das Hochbeet von unten gegen Schädlinge schützt.

Doch da mußten fast alle Hochbeete aus Metall passen! Also müßte ich auch hier ein verzinktes Drahtgewege drunterlegen, aber ob sich das mit dem Edelstahl verträgt?

Ich weiß es nicht. Ein anderer Gesichtspunkt war auch der, daß mir diese Metall – Hochbeete optisch überhaupt nicht gefallen haben. In einem Schulgarten mögen sie ja noch brauchbar sein (aber auch nicht wirklich, denn der Wiederaufbau gestaltet sich doch ganz schön aufwändig), aber bei mir zu Hause würden sie schon rein optisch nicht hinpassen.

Vorteile und Nachteile

Aber gut, wenn mir nicht alles gefällt, kann es für Sie ja die beste Lösung sein. Deshalb werde ich einmal meine subjektive Meinung zum Hochbeet aus Metall darlegen:

Die Vorteile

  • Hochbeete aus Metall sind schnell aufgebaut
  • Wenn sie aus Edelstahl bestehen, ist eine lange Lebensdauer gewährleistet
  • Die weitere Pflege ist fast zu vernachlässigen. Kein Holzschutz, kein Anstrich, kein Winterschutz
  • Metall ist total undurchlässig gegen Ungeziefer, hier beißt sich Kellerassel durch

Die Nachteile

Wo Vorteile sind, gibt es natürlich auch Nachteile:

  • kaum Wärmedämmung
  • meistens kein Schutz von unten
  • nicht zerlegbar, wenn der inhalt verrottet ist und neu befüllt werden muß


Der dritte Punkt bei den Nachteilen ist auch der, weshalb ich mir kein Hochbeet aus Metall zulegen werde. Ich arbeite schon jahrzehnte mit Hochbeeten aus Holz und Kunststoff, und ich weiß, daß der Inhalt des Hochbeetes in ein paar Jahren verrottet ist und versandet und deshalb muß das Hochbeet neu aufgebaut werden.

Das geht bei Holzhochbeeten gerade noch so, bei guten Hochbeeten aus Kunststoff ist es optimal, und bei Hochbeeten aus Metall? Das stelle ich mir sehr schwierig und aufwändig vor.

Diese Nachteile haben aber auch die Hochbeete aus Gabionen, so schön sie am Anfang nach der Fertigstellung auch aussehen. Wenn die wieder neu befült werden müssen, steht eine sehr anstrengende Arbeit an.

Wer das kann und will, der wird sicherlich mit diesen Hochbeeten gut fahren. Wenn sie ihm denn gefallen und er gerade wegen der Pflegeleichtigkeit in den ersten Jahren auf Metall oder Gabionen zurückgreifen will.



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Hochbeet bauen

aus Holz gebautes Hochbeet

Ich liebe Hochbeete, eigentlich schon immer, aber seitdem es in die Jahre geht immer mehr. Ich habe schon viele Hochbeete gebaut, teilweise mit mäßigem Erfolg (früher), neuerdings mit modernen Hochbeeten aus Kunststoff.

Hochbeet selbst bauen – wie habe ich das gemacht?

Ich habe schon einmal erklärt, warum ich heute nicht mehr Hochbeete aus Holz baue, sondern auf handelsübliche Kunststoff – Hochbeete zurückgreife. Der Grund hat nichts mit den Kosten zu tun, jedenfalls nicht an erster Stelle. Ein richtig stabiles Hochbeet aus Holz aufzubauen ist viel teurer geworden als die Plastebeete, die anscheinend immer billiger werden. Und dabei insgesamt auch besser sind.

Hochbeete aus Holz lohnen sich finanziell nur noch, wenn man an billiges Holz herankommt, alte Schalbretter verwenden kann zum Beispiel. Das ist aber nur finanziell ein kleiner Vorteil: Die Funktion ist bei modernen doppelwandigen Kunststoffhochbeeten einfach besser.

Aber gut, Sie wollen nichts wissen von „billigem“ Plaste, sondern sich lieber ein massives Hochbeet aus Holz in den Garten stellen. Und Sie durchforsten jetzt das Internet nach Tipps und Tricks, damit Sie gar nichts falsch machen oder eventuell eine Kleinigkeit übersehen, die sich später schlecht nachbessern läßt..

Da werden Sie viele Anleitungen finden, denn jeder Gärtner hat seine eigene Methode, ein für ihn funktionierendes Hochbeet zu bauen. Da ich auch ein Gärtner bin, möchte ich hier natürlich auch meinen Senf mit dazugeben.

Hochbeet bauen – bei Null angefangen

Also: Sie haben eine kleine Ecke in Ihrem Garten, dort möchten Sie ein Hochbeet aufstellen. Gut so, nur zu! Sie werden viel Freude haben, wenn Sie nicht all zu viel verkehrt machen. Ich habe früher einiges falsch gemacht und mich geärgert, aber Internet gab es ja noch nicht, und Bücher lesen konnte wollte ich nicht. Deshalb habe ich gemacht, und manchmal auch verloren. Aber über dreißig Jahre Gärtnern hat mich Erfahrungen machen lassen, so daß ich viele Fehler heute natürlich nicht mehr mache.

Fangen wir also an: Was sollte mman beachten, wenn man ein Hochbeet aus Holz aufbauen möchte? Meine Tipps:

  1. Der Standort spielt eine wichtige Rolle
  2. Der Zeitpunkt im Jahr, wann man den Hochbeetaufbau beginnen sollte
  3. Das Material ist natürlich sehr wichtig. Hier sparen heißt Mißerfolg ernten!
  4. Die Größe ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt
  5. Der Schutz des Holzes hilft, daß das Hochbeet sehr lange halten kann
  6. Der große Nachteil des Hochbeetes aus Holz wird Sie vielleicht zum Nachdenken bringen

Diese 6 Punkte sind beim Selbstbau eines Hochbeetes zu beachten, denn wenn Sie hier gravierende Fehler machen, läßt sich das meistens nicht mehr so einfach korrigieren.

1.Hochbeet bauen – der Standpunkt

Wichtig ist erst einmal der richtige Standpunkt. Ich meine jetzt nicht den, von dem aus Sie Ihr Hochbeet besichtigen, sondern den Platz, wo es denn am besten steht. Wenn es erst einmal aufgebaut ist, kann man es ja schlecht woanders im Garten plazieren.

Worauf kommt es also an? Klar, Licht und Schatten sind am wichtigsten. Das Hochbeet braucht Sonne und Wärme, muß aber auch ständig leicht feucht gehalten werden. Das geht natürlich nicht in der prallen Sonne. Also am besten einen Standort wählen, wo die aufgehende Sonne die kleinen wachsenden Pflänzchen wecken kann, aber ab der Mittagszeit sollte dann ein Baum einen guten Schatten spenden. Denn zu viel Wärme ist natürlich gerade für Jungpflanzen nicht so gut. Dabei ist die Wärme vielleicht noch nicht einmal am schlimmsten, auch die UV – Strahlung der Sonne, bei unserem dünnen Ozonloch, kann eine Belastung für das Hochbeet darstellen.

Schön ist auch, wenn Sie in der Nähe Ihrer Hochbeete eine Wasserquelle haben. Entweder die Gartenwasserleitung, besser wäre aber eine Regenwassertonne. Dieses Wasser ist natürlicher, ohne Chlor und diese ganzen Chemikalien und außerden noch kostenlos. Glauben Sie mir, wenn Sie fünf Hochbeete weit weg von jeder Wasserquelle haben, wird das abendliche Wässern mit der Gießkanne keinen Spaß machen.

Von eine Abschattung durch Bäume sprach ich bereits, Bäume sind der natürlichste Schattenspender und rund um die Uhr vorhanden. Aber nicht alle Bäume sind geeignet: Nadelbäume werden Sie viel ärgern, denn die Nadeln aus dem Hochbeet zu angeln kann sehr zeitintensiv sein. Auch Bäume, die erfahrungsgemäß viel Fallobst abwerfen, sind bei einem ganzjährig genutztem Hochbeet nicht unbedingt die erste Wahl.

Manchmal hilft aber auch schon eine Hecke, die nicht unbedingt ganz dicht am Hochbeet stehen muß, aber trotzdem durch ihre Höhe die Mittagssonne etwas mildert.

2.Wann Hochbeet bauen

Ein anderer Punkt, den ich aber nocht ganz so wichtig finde, ist der Zeitpunkt, wann man am besten ein Hochbeet aufbaut. Morgens, Mittags, oder doch besser in der Nacht? Nein, so war das natürlich nicht gemeint. Es geht um die Jahreszeit: Außer im Winter kann man eigentlich immer ein Hochbeet aufbauen. Nur wird man es nicht immer sofort nutzen können.

Ich habe schon einmal meine Methode erklärt, wann ich ein  Hochbeet aufbaue (siehe Hochbeet wann aufbauen ). Gut, wenn man logisch darüber nachdenkt, ist der Aufbau eines Hochebetes natürlich im Herbst besser. Alle Materialien zum Befüllen sind vorhanden, meistens hat man auch mehr Zeit, aber oft weniger Lust, wenn das Gartenjahr sich zum Ende neigt. Diese Entscheidung muß jeder für sich selbst treffen. Man kann auch theoretisch das Hochbeet schon mitten im Sommer aufstellen und bis zum Herbst stückweise befüllen. Habe ich noch nicht gemacht, vielleicht hat ja jemand damit Erffahrungen gesammelt. Dann kann er sich im Kommentarfeld richtig auslassen.

3.Hochbeet aus Holz bauen – das Material

aus Holz gebautes Hochbeet
Hochbeet aus Holz – stabil, aber nicht wirklich schön

Wieder ein theoretischer Punkt, aber keine Angst, es wird bald der praktische Aufbau eines Hochbeetes aus Holz erklärt, wie ich ihn viele Jahre gemacht habe.

Also das Material. Ist natürlich Holz, so weit, so klar. Aber was für Holz? In unseren Breiten bietet sich gewöhnliches Fichtenholz an, das ist preisgünstig, und wächst immer wieder nach. Nun müssen Sie für die Seitenwände keine gehobelten Bretter zum sündhaft teurer Preis verbauen, hier reichen einfache Schalbretter auch. Ebenso für die Balken: Wenn die stark genug sind (mindestens 70×70 cm), spielt es auch nicht einmal eine große Rolle, daß sie nicht in allen Ebenen gerade sind.

Das Hauptaugenmerk sollten Sie auf die Stärke des Holzes legen: Für die Balken, an denen die Bretter befestigt werden, habe ich schon mal 70×70 cm in die Runde geworden. Aber auch die Bretter dürfen nicht zu dünn sein: Das war einer meiner Anfängerfehler. Ich habe aus Kostengründen nur dünne Bretter genommen, so 12-15 mm stark. Die haben:

1.nicht lange gehalten. Trotz Anstrich sind sie sehr schnell verrottet und von Käfern aller Art zersetzt worden

2.die Last nicht ausgehalten. Da ich die Hochbeete zwei Meter lang gebaut habe, und nur an den Enden Pfosten gesetzt habe, gingen die langen Wände sehr schnell nach außen und sind schließlich an den angeschraubten Balken ausgebrochen. Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine! Fotos von meinen Peinlichkeiten damals habe ich vorsorglich geschreddert!

Also: Das Holz sollte so dick wie möglich sein, 70×70 bei Balken sind ein Minimum, und die Bretter würde ich nicht mehr dünner als 22 mm wählen. Mehr ist natürlich besser (aber meistens auch teurer).

4.Hochbeet bauen – wie groß?

Die Größe des Hochbeetes können Sie ja ganz leicht selbst bestimmen, denn Sie verwenden ja keinen fertigen Bausatz. Aber alles ist auch nicht machbar, was Sie sich vielleicht ausdenken. Und meistens auch nicht optimal geeignet. Was meine ich damit?

Ein Hochbeet baut man nicht 40 Meter im Quadrat. Da kommt man ja nirgends mehr heran!

Eine Länge von zwei Metern sollte nicht überschritten werden, ansonsten sieht das Hochbeet aus wie eine Gewerbeanlage in einer Gärtnerei. Klar, wenn Sie viel anbauen, können Sie sich auch 6 Meter Batterien in den Garten stellen. Das sieht dann zwar nicht mehr schön aus, aber einen praktischen Nutzen kann es schon haben.

Bei mir ist jedenfalls bei zwei Metern Schluß gewesen, und breiter als 80 cm habe ich sie auch nicht gemacht. Da kommt man noch gut überall heran. Ich habe schon quadratische Hochbeete gesehen, die waren 2×2 Meter. Wie man dann in der Mitte herankommen will, war mir schleierhaft.

Wichtig ist natürlich auch die richtige Höhe. Meine Beete sind ca. einen Meter hoch, ich bin allerdings auch ziemlich groß. Wenn Sie etwas kleiner sind, sollten Sie auch das Hochbeet kleiner machen. Über die Gürtellinie sollte es nicht gehen. Sonst brauchen Sie zum Erdbeeren pflücken tatsächlich eine Leiter!

5.Hochbeet bauen – Holzschutz

Noch einmal graue Theorie. Das ist aber wichtig, weil ich mich nicht später immer wiederholen muß. Denn die Hölzer werden ja auf die gleiche Weise geschützt: Eckhölzer und Seitenbretter.

Früher wurde alles mit einer schwarzen Teerfarbe eingestrichen: Hat funktioniert, bei mir 20 Jahre lang gehalten, ist aber heute aus Umweltschutzgründen nicht mehr üblich . Statt dessen gibt es andere Methoden:

  1. Die Eckpfähle ankokeln
  2. die Seitenbretter tränken

Alles Methoden, mit denen ich bei meinen Hochbeeten auch gearbeitet habe. Mit mehr oder weniger vErfolg. Die letzten aus Holz gebauten Hochbeete habe ich nur noch mit einer Holzlasur behandelt (aber einer guten, da habe ich mich im Fachhandel beraten lassen). Dann wurden nach dem Zusammenbauen die Innenwände mit schwarzer Folie ausgekleidet (angetackert), und das war es auch schon. Diese Hochbeete stehen immer noch, aber zufrieden bin ich nicht wirklich: Ich finde, daß sie ganz schön schwitzen. Das Wasser sollte vielleicht doch auch nach den Seiten entweichen können, vielleicht wäre gelochte Folie besser gewesen.

Aber das ist für mich Schnee von gestern, weil ich keine Hochbeete aus Holz mehr baue. Die neuesten Kunststoffhochbeete haben mich überzeugt, die schwere Arbeit mit dem Holz überlasse ich  nun jüngeren Gärtnern. Obwohl die auch mal ein Hochbeet aus Kunststoff ausstellen sollten! Die Vorteile sind wirklich enorm!

6.Hochbeet aus Holz – die Nachteile

Eigentlich habe ich schon alles beschrieben, was mich getrieben hat, Hochbeete nicht mehr aus Holz aufzubauen:

  • es ist inzwischen deutlich teurer alks Kunststoffbeete
  • der Aufbau ist schwieriger
  • die Unterhaltung ist auch aufwändiger, einmal aufbauen und 7 Jahre lang benutzen ohne Holzschutz funktioniert nicht
  • Hochbeete aus Holz können nur schwer wieder neu aufgebaut werden, wenn sie ausgelaugt sind
  • ach…und wirklich schön sehen sie auch nicht aus

So, nun habe ich den angehenden Gärtner ziemlich verwirrt. Ist ein Hochbeet aus Holz nun gut oder nicht? Darauf ein klares „Jein“.

Ein Holzbeet mit dicken Balken und sehr dicken Brettern wird wahrscheinlich viele Jahre halten, ist aber schwer wieder neu aufzubauen. Wenn man preisgünstig an dieses Holz herankommt, kann es eine alternative sein.

Hochbeete aus Kunststoff sind viel schneller und leichter aufzustellen, sehen besser aus und wirken auch besser. Wenn man dann hochwertige Produkte nimmt mit Doppelwandung zum Beispiel. Sie lassen sich zerlegen und wieder neu aufbauen, und das geht sogar kinderleicht. Holzwürmer und ähnliches machen einen großen Bogen herum.

Allerdings sind sie letzendlich doch nicht ganz so stabil, bleichen im Laufe der Jahre aus und können spröde werden. Ich habe meine ersten Hochbeete aus Kunststoff cirka 8 Jahre, dabei das zweite mal neu befüllt und aufgestellt. Ich denke, ein drittes mal werden sie es noch mitmachen, dann wird wohl Schluß sein.

Aber Hey – 15 Jahre, die dieses Hochbeet hält? Viel länger machen es einfache Hochbeete aus Holz auch nicht.